Bürgermeister Carsten Borchert gratulierte Kita-Leiterin Kerstin Tanke, die seit 30 Jahren im heutigen „Haus der Zwerge“ arbeitet.
Foto: Uta Elste VOLKSSTIMME

Kita „Haus der Zwerge“ in Bornsen feiert 30-jähriges Bestehen / Tag der offenen Tür und Sommerfest am Freitag

 

Bornsen l Anfang Mai 1988, die Mauer stand noch, wurde in Bornsen die Einweihung der Kinderkrippe gefeiert. Die spätere Bürgermeisterin Gerda Meyer erinnert sich noch genau an diesen Tag und dass sich alle über herrliches Wetter freuten. Kein Wunder, denn „ich war immer der Erbsenkocher zum 1. Mai und im Oktober, und immer, wenn ich Erbsensuppe gekocht habe, war prima Wetter“, erinnert sie sich schmunzelnd.

Aus der Krippe wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten die Kindertagesstätte „Haus der Zwerge“. Gestern zum Tag der offenen Tür anlässlich des 30-jährigen Bestehens gab es allerdings keine Erbsensuppe, sondern Kaffee und Kuchen. An die Gründungszeit wurde dennoch erinnert. Denn die Jungen und Mädchen hatten ein kleines Programm eingeübt, in dem alle Lieder bereits zu DDR-Zeiten in Kitas gesungen wurden: der Morgenkreis, das allabendliche Sandmännchenlied und auch das Lied, in dem es um die Hilfe im Haushalt für die berufstätige Mutter geht.

Die Jungen und Mädchen hatten extra ein Programm vorbereitet, das sie gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Ina Liesche und Monika Morys vortrugen. Fotos: Uta Elste VOLKSSTIMME

Das heutige Gemeindeoberhaupt, Bürgermeister Carsten Borchert, erinnerte sich noch gut an das 25. Jubiläum. Auch zu diesem Geburtstag dürfen sich die Jungen und Mädchen wieder ein Spielgerät aussuchen, dass dann auf Kosten der Gemeinde angeschafft und im Garten hinter dem Haus aufgestellt wird.

Zugleich wagte Borchert noch einen kleinen Blick in die Zukunft, wenn im „Haus der Zwerge“ eines Tages das 50-jährige Bestehen gefeiert wird. Dann werden wohl einige der Kinder, die heute noch ihre Familien und Gäste aus dem Ort mit ihren Liedern erfreut haben, selbst als Eltern dem Programm zuschauen.

Kita-Leiterin Kerstin Tanke nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen, die zur guten Arbeit in der Kindertagesstätte beitrugen, zu bedanken: angefangen bei den Kollegen, den Eltern und dem Kuratorium bis hin zur Gemeinde und der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf als Träger. „30 Jahre, das sind 100 000 Stunden mit Kinderlachen, manchmal auch mit Tränen, das ist Bildungsprozess, das sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, sagte sie. Mit dem Tag der offenen Tür sind die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen noch nicht beendet. Für Freitag ist im „Haus der Zwerge“ das Sommerfest geplant.