Jübars Rat will Steiermark-Fahrt auswerten

Ein Kunstschnitzer aus Maria Lankowitz gestaltete das Partnerschaftsrelief „Handschlag“, das Bürgermeister Kurz Riemer (l.) an Carsten Borchert übergab. Foto: Zuber Altmarkzeitung

Jübar – Einen großen Apfelbaum der Sorte „Grafensteiner“ aus einer Baumschule in der Steiermark bekam Jübars Bürgermeister Carsten Borchert geschenkt – anlässlich der Silberhochzeit, also des 25-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft zwischen Jübar und Maria Lankowitz. Derweil denkt Borchert, pünktlich zur Pflanzzeit im Herbst, über einen geeigneten Standort für seinen Baum nach, der ein persönliches Geschenk der Freunde aus Österreich war.

Ein offizielles Präsent für die ganze Gemeinde Jübar war dagegen ein von einem Kettensägen- und Holzkünstler aus Maria Lankowitz gestaltetes Relief. Es zeigt einen symbolischen Handschlag zur Partnerschaft vor 25 Jahren. „Dieses Holzrelief habe ich im Flur unseres Dorfgemeinschaftshauses aufgestellt, damit es jeder schon beim Reinkommen sehen kann. Das Relief hat also nun einen Ehrenplatz, und die Ersten, die es nach unserer Reise sehen konnten, waren unsere Senioren aus der Gemeinde beim traditionellen Seniorentreffen“, berichtet Carsten Borchert.

Aus den Händen von Maria Lankowitz’ Bürgermeister Kurt Riemer nahm der Jübarer Gemeindechef alle Gastgeschenke entgegen. Carsten Borchert will den Höhepunkt des jüngsten Gastbesuches der 14 Ausflügler aus der Altmark nach Österreich anlässlich der Silberhochzeit noch gebührend im Jübarer Gemeinderat auswerten. Dort sollen Fotos und Videos von der viertägigen Reise in die Alpenrepublik gezeigt werden. „Diese besondere Ratssitzung mit den gesammelten Impressionen unserer Fahrt soll am Montag, 10. Oktober, ab 18 Uhr in der Gemeindegaststätte „Kastanie“ in Jübar stattfinden.

Quellenangabe: VON Kai Zuber Altmarkkreis Salzwedel vom 26.09.2022, Seite 4

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Hohe Ehre für Österreicherin


Monika Heinrich erhielt die Ehrenmedaille der Gemeinde Jübar

Jübar / Maria Lankowitz – Die Österreicherin Monika Heinrich hat am Wochenende die Ehrenmedaille der Gemeinde Jübar von Bürgermeister Carsten Borchert überreicht bekommen. Beim Festakt im Partnerort Maria Lankowitz wurde die Chefin des dortigen Jufa-Hotels dafür gewürdigt, dass sie seit Jahren maßgeblich dazu beitrug, dass tausende Kinder und Jugendliche in der Jugendherberge im Rahmen ihrer winterlichen Skikurse „bestens mütterlich betreut“ wurden.

Monika Heinrich (r.), Chefin des Jufa-Hotels in Maria Lankowitz, hat am Wochenende die silberne Ehrenmedaille der Gemeinde Jübar von Bürgermeister Carsten Borchert überreicht bekommen.
Foto: ZUBER

„Sie hat sich um alles gekümmert“

„Als Chefin des Hauses hat sich Monika Heinrich um alles gekümmert, damit sich die Skifahrer aus Jübar und dem gesamten Altmarkkreis sowie aus vielen Schulen Sachsen-Anhalts in den Bergen der Steiermark wie zu Hause fühlen konnten“, sagte Borchert bei der Verleihung der silbernen Ehrenmedaille.

An 15 Personen wurde die Medaille bereits verliehen, von denen noch 13 am Leben sind. Die Ehrenmedaille in Jübar geht auf eine lange Tradition zurück, die 2013 begann. Norbert Schulz bekam die Plakette damals.

Es folgten in den kommenden Jahren Carsten Borchert, Ines Förster, Heinrich Herms, Heinz Mahlke, Walter Schnaugst, Josef Riemer, Heiner Kamieth, Horst Fischer, Hartmut Förster, Kurt Riemer, Hans Roesel, Fred Hoevermann, Otto Ritzke und zuletzt Hartmut Bock. Drei Ehrenbürger gibt es außerdem aktuell in der Gemeinde Jübar.

Es sind Hartmut Bock, Carsten Borchert und Franz Klug. Monika Heinrich ist die dritte Person aus dem Partnerort Maria Lankowitz, die von den Jübarern geehrt wurde.

Edle Lipizzaner bestaunt

Traumhafte Bilder genoss am Wochenende die altmärkische Delegation aus Jübar in Maria Lankowitz, wohin die Partnergemeinde anlässlich des 25. Kennenlern-Jubiläums (wir berichteten) zum Lipizzaner-Almabtrieb eingeladen hatte.

Der jährliche Almabtrieb der wilden Junghengste wird jeden Herbst im Jübarer Partnerort Maria Lankowitz mit einem großen Volksfest gefeiert. Fotos (3): zuber

Die 14 Altmärker machten im Herzen der Steiermark Bekanntschaft mit den legendären Pferden, denn während des großen Volksfestes mit Musik und Tanz zum traditionellen Almabtrieb wurden die jungen, noch wilden Lipizzanerhengste von der Sommerweide auf der Alm zurück ins Gestüt geleitet. Zuvor waren die prächtigen Tiere von Mädchen liebevoll mit Blumen und Girlanden geschmückt worden, bevor sie, vor der Kirche mit Weihwasser gesegnet, weiter bergab getrieben wurden.

Unvergessliche Impressionen

Und dies alles hat auch einen Hintergrund in der Gemeinde Jübar, denn die Partnergemeinde Maria Lankowitz hatte den weit gereisten Besuchern aus dem Altmarkkreis bereits vor Jahren mit der Lipizzanerstute Ariosa ein eigenes „Gemeindepferd“ für den Sport mit Kindern und Jugendlichen in der Kommune geschenkt. „Das ist einmalig – so etwas gibt es in ganz Sachsen-Anhalt kein zweites Mal“, freut sich Jübars Bürgermeister Carsten Borchert noch immer.

Und sein Amtskollege Kurt Riemer deutete bereits an, dass Ariosa künftig sogar noch Gesellschaft auf dem Hof von Gut Hanum bekommen könnte, wo Dr. Christina Gerber und ihr Partner Elmar Baur das „Gemeindepferd“ seit Jahren liebevoll betreuen.

Jübar leistet sich ein „Gemeindepferd“

Fakten zum Lipizzaner-Gestüt: Mit dem Ersten Weltkrieg endete die österreichische Pferdezucht am Hofgestüt Lipica. 1915 wurde das dortige Lipizzanergestüt wegen näher rückender Kampfhandlungen evakuiert. Österreich wurden 97 Pferde zugesprochen, die 1920 nach Piber kamen und seit 1921 die Sommermonate auf der Stub-alm, einem alten Militärstützpunkt von 1858 für Kavallerie-Pferde, verbringen.

Heute stehen im Sommer rund 40 Junghengste auf einer 80-Hektar-Weide auf der Alm, wo der Leithengst als Höchster in der Rangordnung eine Glocke trägt. So können ihn die Weidedienst-Wärter des Gestüts auch noch bei Bergnebel jederzeit lokalisieren.

Quellenangabe: Altmarkkreis Salzwedel vom 20.09.2022, Seite 4

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