#Jübar – „Wir wollen in den kommenden Tagen zu allen impfberechtigten älteren Bürgern den Kontakt aufbauen und fragen, ob sie Hilfe brauchen. Unsere Kommune bietet dabei vor einer möglichen dezentralen Impfung vor Ort alleinstehenden Senioren Unterstützung an“, informierte Jübars Bürgermeister Carsten Borchert. Beratung und logistische Fragen, wie Fahrten stehen dabei ganz oben an.

Ratsmitglieder der Kommune und auch weitere Helfer wollen den Ortschef dabei unterstützen und der Verwaltung des Altmarkkreises Salzwedel bei ihrer dezentralen Impfstrategie unter die Arme greifen, hieß es. Auch über die bereits erfolgte enge Abstimmung mit anderen Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden in der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf über die dezentralen Impfungen zeigt sich Borchert angetan.

„Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass die VG alle impfberechtigten Bürger diesbezüglich anschreiben will“, so Borchert. Man wolle Landrat Michael Ziche bei seiner Arbeit unterstützen, sobald es dafür grünes Licht gebe. Als dezentrale Impfzentren sind bereits Dorfgemeinschaftshäuser ins Gespräch gebracht worden (wir berichteten). „Was diesbezüglich in unseren Gemeinde passieren soll, unterstützt aber nicht nur die Kreisverwaltung, sondern ist bereits wohl schon bei Ministerpräsident Reiner Haseloff gut angekommen, weil von der Initiative eine Signalwirkung ausgeht“, meinte Borchert. Er geht davon aus, dass die entsprechenden Impfberechtigten zwei Mal kontaktiert werden: Einmal bei der Voranfrage und das zweite Mal, wenn es um einen konkreten Termin geht. Borchert habe auch schon seine Fühler ausgestreckt, um Impfbefähigte wie pensionierte Ärzte oder Schwestern zu bekommen. Ihre Bereitschaft, kommunale Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, haben nach AZ-Informationen bereits Apenburg-Winterfelds Bürgermeisterin Ninett Schneider und Kuhfeldes Bürgermeister Günther Serien bekundet. „Bei uns bieten sich da behindertengerecht das Dorfgemeinschaftshaus Siedenlangenbeck und die Kuhfelder Sporthalle an“, bestätigte Serien. Beim dezentralen Impfen geht es derzeit vor allem um die über 80-Jährigen, von denen es rund 1100 in der VG gibt. Viele stellt die eigenständige Anmeldung für eine Impfung vor große Probleme. Die dezentralen Impfungen selbst könnten jedoch frühestens Ende Februar bis Anfang März erfolgen, erfuhr die AZ. Senioren, die bereits einen festen Termin in einem Impfzentrum haben, rät Carsten Borchert, diesen auch wahrzunehmen. Allein in der Gemeinde Jübar gibt es laut dem Ortschef 17 über 80-Jährige in Bornsen, acht in Drebenstedt, drei in Gladdenstedt, 22 in Hanum, elf in Nettgau, acht in Wendischbrome, 46 in Jübar und 21 in Lüdelsen. „Zusammen sind es also 136 Senioren, denen wir jetzt unsere Hilfe anbieten wollen“, so Borchert.