Glasfaser für die Altmark / Firma DNSNET startet noch im Februar eigenwirtschaftlichen Ausbau

Die Internet-Service GmbH DNSNET startet ihren eigenwirtschaftlichen Ausbau in Sachsen-Anhalt und gab dies am Dienstag offiziell für den ersten Ort in Jübar bekannt. Die gute Botschaft überbrachte Andreas Kluge, Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitband Altmark (ZBA), persönlich im Gemeinderat.

Die Internet-Service GmbH DNSNET startet ihren Breitband-Ausbau. Die gute Botschaft überbrachte Andreas Kluge (r.), Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitband Altmark (ZBA), im Gemeinderat Jübar. Foto: Kai Zuber Altmarkzeitung

Die Region Westaltmark zählt mit einer Fläche von 4700 Quadratkilometern zu den am größten zusammenhängenden Ausbaugebieten der so genannten FTTH-Glasfaser-Netzarchitektur der Bundesrepublik und ist derzeit das umfangreichste geförderte ländliche Breitbandprojekt hierzulande. Das Ziel ist die flächendeckende Versorgung der Altmark mit Glasfaser bis in jeden Ort und die Chancengleichheit für alle Altmarkbewohner.

Da jedoch gemäß der Förderkriterien nicht in allen Regionen gefördert werden kann, haben sich laut Kluge die Geschäftsführung des ZBA, der Landrat des Landkreises Salzwedel, Michael Ziche, und die Geschäftsleitung der Projektfirma nach der Analyse der noch unterversorgten Gebiete und so genannten „Schwarzen Flecken“ dazu entschlossen, diese Lücken durch den raschen privatwirtschaftlichen Ausbau für zahlreiche Ortschaften zu beseitigen.

In der Gemeinde Jübar wird der Ausbau noch im Februar starten und dann sehr schnell weitere Ortschaften in die Vorvermarktung und Planung aufnehmen. Dazu werden die Projekt-Teams in den kommenden Tagen mit allen infrage kommenden Haushalten sprechen.

Ziel ist die flächendeckende Versorgung der Altmark mit 500 Mbit/s und darüber hinaus. Diese Datenraten konnten durch die entsprechende Anbindung an die Netztopologie in den ersten Ortschaften schon umgesetzt werden.

Der Zweckverband steuert das kommunale Netz und das Gesamtprojekt, bei dem 20 Gemeinden und zwei Landkreise ihre kommunale Infrastruktur direkt aufbauen und mit höchsten Bandbreiten auf Glasfaserbasis realisieren.

„Das Geheimnis des erfolgreichen Breitbandausbaus liegt in der Kooperation zwischen kommunaler und privater Wirtschaft. Ich freue mich außerordentlich, dass wir dieser Idee folgend die DNSNET für den eigenwirtschaftlichen Ausbau gewinnen konnten. Das ist bei der Dimension des Altmarknetzes erstens keine Selbstverständlichkeit, und zum anderen haben wir hier einen erfahrenen Partner mit hoher technologischer Expertise und Kenntnis der regionalen Besonderheiten an der Seite“, so Andreas Kluge.

Er wünscht sich für die kommenden Monate, dass die betroffenen Kommunen und Haushalte sich zeitnah dem Projekt des kommunalen Glasfasernetzes anschließen, damit sich die Altmark zukunftssicher aufstellen kann, so Kluge am Dienstag vor dem Jübarer Rat.

„Die Erschließung der Altmark mit einer nachhaltigen Breitbandinfrastruktur war immer die Grundidee hinter der Gründung des ZBA. Die Chance auf eine Kooperation des ZBA mit der DNSNET, um nun auch die noch offenen schwarzen Bereiche zu erschließen unterstütze ich ausdrücklich“, betonte auch Landrat Michael Ziche.

„Wir als Gemeinde Jübar übernahmen eine große Verpflichtung, um das Projekt erfolgreich hinzubekommen und dafür, dass es künftig auch in Wallstawe, Bonese, Diesdorf und Dähre umgesetzt werden kann“, resümierte Jübars Bürgermeister Carsten Borchert.

Quelle: Altmarkzeitung vom 19.02.2021 Kai Zuber