Beetzendorfer Sportplatzsanierung ist gesichert / Gegen rund 1120 Mitbewerber im Förderprogramm durchgesetzt

Lange hat die Gemeinde um die Sanierung des Beetzendorfer Sportplatzes gekämpft. Jetzt kann das Projekt angegangen werden, auch dank einer Förderzusage des Bundes.
Von Walter Mogk VOLKSSTIMME

Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Olms (von rechts), Beetzendorfs Ortschef Lothar Köppe, der Vorsitzende des Sportausschusses des Kreistages Carsten Borchert und der Bundestagsabgeordnete Eckhard Gnodtke schauen sich die Pläne für die Sanierung des Beetzendorfer Sportplatzes an.Foto: Walter Mogk VOLKSSTIMME

 

Beetzendorf l Dass der beim Bund gestellte Antrag auf Fördermittel für die Sanierung des Beetzendorfer Sportplatzes Erfolg haben würde, damit hat wohl kaum einer gerechnet. Schließlich lagen dem Haushaltsausschuss des Bundestages 1300 Förderanträge im Rahmen des 300-Millionen-Euro-Investitionsprogramms für kommunale Sport-, Jugend- und Freizeiteinrichtungen vor, von denen am Ende nur 186 bewilligt wurden. „Und Beetzendorf ist dabei. Das liegt sicherlich auch daran, dass sich hier für das Vorhaben mehrere Partner miteinander vernetzt haben und von vornherein auch ein Eigenanteil eingeplant wurde“, freute sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Gnodtke beim Vor-Ort-Termin. Auch sei es ratsam, nie nur auf ein Förderprogramm zu setzen, schrieb er den anderen Antragstellern ins Stammbuch.

Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage erneuern

95 000 Euro stellt der Bund für die Sportplatzsanierung bereit. Die Summe wird auf die geschätzten Baukosten von 340 000 Euro angerechnet, die sich der Altmarkkreis Salzwedel und die Verbandsgemeinde (VG) als Träger des Schulsports entsprechend ihrer Schülerzahlen teilen. Der Löwenanteil, 295 000 Euro, entfällt dabei auf den Kreis, den Rest trägt die VG. „Abgerechnet wird aber alles über den Haushalt der Gemeinde Beetzendorf, da wir der Eigentümer des Sportplatzes sind“, erläuterte Bürgermeister Lothar Köppe.

Geplant ist, die marode Aschenbahn, die in den Kurven verkrautet ist, zu erneuern. Dazu soll ein Tartan-Belag aufgebracht und eine Rinne für den Ablauf des Regenwassers verlegt werden. „Es wird vier 400-Meter- und sechs 100-Meter-Bahnen geben“, kündigte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Olms an.

Das entspreche einer Leichtathletikanlage vom Typ D, die vorrangig für den Schulsport vorgesehen ist, aber auch für Wettkämpfe genutzt werden kann. Auch die Weitsprung- und Kugelstoßanlage, die sich ebenfalls in einem schlechten Zustand befinden, werden saniert.

„Diese Anlage wird ein Traum“, ist sich auch Carsten Borchert, Vorsitzender des Sport- und Kulturausschusses des Kreistages, sicher. Als Leiter der Beetzendorfer Grundschule habe er vor seinem Einzug in den Landtag immer wieder auf die schlechten Bedingungen für den Schulsport hingewiesen. Dass diese sich nun deutlich verbessern werden, hätten sich alle Beteiligten verdient. Zumal Beetzendorf einer von nur drei Standorten im Kreis mit drei Schultypen (Grundschule, Sekundarschule, Gymnasium) ist, die einen Sportplatz für den Unterricht nutzen. Die Ausschreibung der Arbeiten soll demnächst auf den Weg gebracht werden. Dann kann die Sanierung der Anlage noch in diesem Jahr beginnen. Eine kleine Kostensteigerung hat die notwendige Baugrunduntersuchung gebracht.

Weil sich auf dem Sportplatzgelände zu früheren Zeiten eine Deponie befunden hat, muss der Untergrund stabilisiert werden. „Ich hoffe aber, dass wir die Mehrkosten über eine günstige Ausschreibung abfedern können“, erklärte Lothar Köppe im Gemeinderat.

Kreis-Sportausschuss-Vorsitzender Carsten Borchert lobte die Zusammenarbeit der drei beteiligten Träger, die das Projekt erst möglich gemacht habe. Der sanierte Sportplatz komme am Ende nicht nur dem Schulsport der drei Beetzendorfer Schulen zugute, sondern auch der Gemeinde und dem örtlichen Männerturnverein (MTV) von 1880, der die Rasenfläche nutzt. „Allein der schöne Anblick nach der Fertigstellung der Anlage wird für alle ein Gewinn sein“, ist der Jübarer überzeugt.