Quelle: Volksstimme Heimatfest soll am 2. und 3. September zusammen mit dem 777-jährigen Ortsbestehen stattfinden

Jübar l Seit Donnerstagabend ist es offiziell: Jübar wird Ausrichter des 17. Altmärkischen Heimatfestes, das am 2. und 3. September zusammen mit dem 777-jährigen Bestehen des Ortes und der 20-jährigen Gemeindepartnerschaft mit dem österreichischen Maria Lankowitz gefeiert werden soll.

Nachdem Arendsee als ursprünglicher Kandidat den beiden Altmarkkreisen im Februar aus finanziellen Gründen einen Korb gegeben hatte, habe er eine Anfrage bekommen, ob die Gemeinde zusätzlich zu ihren Geburtstagen auch noch das Heimatfest stemmen könne, erklärte Bürgermeister Carsten Borchert am Donnerstagabend während der Ratssitzung in Jübar.

Vor der Zusage habe er jedoch erst seine Gemeindevertreter fragen müssen, die sich einhellig dafür ausgesprochen hätten. Auch ein Vorbereitungskomitee sei gegründet worden, in dem unter der Leitung von Heiner Kamieth alle Fäden für das große Festwochenende zusammen laufen und weitere Ideen für das Programm gesammelt werden. „Für so einen kleinen Ort wie Jübar ist das ein großes Abenteuer und es wäre eine Nummer zu groß für uns, wenn nicht alle mitmachen würden. Genau das ist aber erfreulicherweise der Fall“, meinte Borchert und verwies auf die Unterstützung vieler Bürger und Vereine der Gemeinde.

Heimatbund startet mit Festvortrag über Kirchen

Gemeinsam mit dem Vizelandrat des Altmarkkreises Salzwedel, Eckhard Gnodtke, und der Kulturamtsleiterin des Landkreises Stendal, Ulrike Bergmann, stellte der Jübarer Ortschef am Donnerstagabend auch schon die wichtigsten Eckpunkte des Festprogramms vor, das unter dem Leitwort „777 Jahre Jübar – Heimat erleben“ steht. So soll bereits am Mittwoch, 30. August, um 17 Uhr im Gemeindesaal Zur Kastanie vor geladenen Gästen die offizielle Eröffnung durch den Altmärkischen Heimatbund stattfinden, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Dessen Vorsitzender Norbert Lazay hält den Fest- vortrag über altmärkische Kirchen nach der Reformation und geht dabei besonders auf die Gotteshäuser in Lüdelsen, Lagendorf, Jävenitz, Salchau, Briest bei Tangerhütte, Orpensdorf und Klein Beuster ein.

Altmärkisches Kinderfest mit vielen Angeboten

Zudem präsentiert der Jübarer Hartmut Bock sein neu erstelltes Buch „Das alte Jübar und seine Kirche“ und Hartmut Förster aus Lüdelsen stellt die fertige Schrift über seine gesammelten Weihnachtskrippen aus aller Welt unter dem Titel „Bethlehem ist überall“ vor.

Ortschef Carsten Borchert (von links), Stendals Kreis-Kulturamtsleiterin Ulrike Bergmann und Salzwedels Vizelandrat Eckhard Gnodtke freuen sich auf das Altmärkische Heimatfest in Jübar. Foto: W. Mogk Volksstimme

Am Freitag, 1. September, ist ein Heimatabend für die Einwohner der Gemeinde Jübar im großen Festzelt unter den Eichen geplant. Dazu werden 60 Gäste aus der Partnergemeinde Maria Lankowitz erwartet. „Sie reisen mit einer großen, 30-köpfigen, und einer kleinen Kapelle an und werden den Abend musikalisch gestalten“, kündigte Carsten Borchert an. Aber auch ein Gottesdienst und Kulturbeiträge der Jübarer Vereine sind vorgesehen.

Der Sonnabend, 2. September, steht ganz im Zeichen des Altmärkischen Kinderfestes, zu dem auch Ministerpräsident Reiner Haseloff erwartet wird. Ab 10 Uhr erwartet die Jüngsten, die aus allen Regionen der Altmark mit Bussen anreisen können, ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Angeboten von der Bastelstraße, über Tanzdarbietungen, Spiel und Unterhaltung mit Clown Tommy bis hin zur Kinderbuchvorstellung.

Auch die Gewinner des Malwettbewerbs „Mein Lieblingsplatz in der Altmark“, an dem sich noch bis zum 12. Juni alle Grund- und Förderschüler beteiligen können (Arbeiten sind bei den Landratsämtern einzureichen), sollen prämiert werden. Parallel dazu startet um 15 Uhr im Kastanien-Saal der Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Altmärkischen Heimatbundes.

Der Tag soll schließlich ab 21 Uhr mit einem großen Tanzabend im Festzelt, in dem auf zwei Bühnen die Jübarer Band Harmonie und eine Kapelle aus Maria Lankowitz spielen, ausklingen.

Sternmarsch der Blaskapellen geplant

Mit einem Sternmarsch der Blaskapellen beginnt am Sonntag, 3. September, der Abschlusstag. Um 11.30 Uhr starten die Musiker aus Bismark, Hörsingen, Weddendorf, Jübar und Maria Lankowitz von den jeweiligen Ortseingängen aus und vereinigen sich vor dem Festzelt, in dem dann den ganzen Tag Kultur- und Tanzgruppen aus der gesamten Altmark auftreten werden. „Unter anderem die Deelenpetter und der Shanty-Chor aus Salzwedel“, gab Carsten Borchert zwei Beispiele.

Der Jübarer Bürgermeister ist sich sicher, dass es kurzweilige Tage für alle Besucher werden, an denen ein Höhepunkt den anderen jagt. „Wir freuen uns darauf“, ergänzte Ulrike Bergmann, die ebenso wie Eckhard Gnodtke die Vorbereitungen und das Engagement der Jübarer Gastgeber lobte.

Die Altmark ist zu Gast in Jübar